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Unesco Projektgruppe: Kunst und Bildung

Ganz kurz zusammengefasst.

Der differenzierter Umgang mit Kunst entwickelt die Wahrnehmungsfähigkeit für komplexe soziale Zusammenhänge, stärkt das Urteilsvermögen, ermutigt zu aktiver und verantwortungsbewusster Mitgestaltung der Umwelt.

Die aktive Beschäftigung mit Künsten (Musik, bildende Kunst, Theater) führt zu einer höheren Strukturierung des Gehirn und damit zu differenzierter Wahrnehmung und Verarbeitung von Infos, sie führt zur Stimulierung Neuroplastizität, der Voraussetzung für die Kreativität.

Es genügt nicht, nur mit den Sinnen wahrzunehmen – Infos müssen auch verarbeitet werden, will man daraus Wissen ableiten. Je flexibler die Wechselwirkung sinnlicher Wahrnehmung und begrifflichem Wissen stattfindet, desto kreativer sind die Lösungsansätze.

Die Künstlerische Bildung bietet Kindern Zeit und Raum sich mit inneren Gefühlen auseinander zu setzten und diese auszudrücken.

Die Künstlerische Bildung wirkt sich auch auf die Wirtschaft positiv aus: innovative Arbeitskräfte treiben die Wirtschaft voran, Selbstverantwortung, Vertrauen, Eigeninitiative, Durchhaltevermögen, Lust zum Experimentieren, dies sind elementare Arbeits- und Denkweisen, die Künste, Wissenschaft und Ökonomie vorantreiben.

Im Vordergrund des musischen Unterrichts (Musik, bildnerisches, textiles und technisches Gestalten) steht die sinnliche Wahrnehmung, durch welche Erkenntnisse gewonnen werden.

Durch Handeln beginnt man zu verstehen, zu denken, Erfahrungen zu verbalisieren und sich Kenntnisse anzueignen. Produktion und Reflexion laufen parallel und ergänzen sich.

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Auszug aus dem Leitfaden für kulturelle Bildung der Unesco!

• Alle Kinder und Jugendlichen haben das Recht, durch kulturelle Bildung einen Sinn für Ästhetik,
Kreativität, kritisches Denkvermögen und ihre Fähigkeit zur Reflexion zu entwickeln.• Globalisierung bedeutet eine Herausforderung für kulturelle Vielfalt. Der Bedarf an Phantasie,
Kreativität und Zusammenarbeit wächst angesichts immer wissensbasierterer Gesellschaften.
• Jugendliche brauchen einen Raum für künstlerische Aktivitäten, wie Kulturzentren in den Gemeinden
und Kunstmuseen.
• Der wachsende Bedarf an Kreativität und Phantasie gehört in multikulturellen Gesellschaften zu den
wichtigsten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Dieser Bedarf wird durch kulturelle Bildung voll
und ganz abgedeckt.• Es ist notwendig, den Wert und die Anwendbarkeit von Kunst im Lernprozess sowie ihre Rolle bei der
Entwicklung kognitiver und gesellschaftlicher Fähigkeiten, bei der Förderung von innovativem Denken
und Kreativität, und bei der Förderung von Verhaltensweisen und Werten, die gesellschaftlicher Toleranz und der Anerkennung von Vielfalt zu Grunde liegen, anzuerkennen.

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